Das Museum des 20. Jahrhunderts und seine städtebauliche Einbindung – Ideenwettbewerb

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Das Museum des 20. Jahrhunderts und seine städtebauliche Einbindung – Ideenwettbewerb

Auslober: Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ort: Deutschland
Zeitraum: 2016
Bruttogeschossfläche: 27.500 qm
Anzahl Teilnehmer: 460
Ergebnis Preisgericht: Preisträger

Auszug aus der Preisgerichtsbewertung:

Der Arbeit gelingt als präzise Setzung die städtebauliche Neuordnung des Kulturforums zu
einem zusammenhängenden Stadtraum. Sie formuliert das Museum des 20. Jahrhunderts
als langgestreckten Riegel in Nord-Süd-Richtung und erreicht damit die spannungsvolle
Annäherung der Solitäre Neue Nationalgalerie, Philharmonie/Kammermusiksaal und St.
Matthäus-Kirche zu einem Ensemble, welches allen baulichen Ikonen Geltung verschafft.
Die Sichtbeziehungen werden erhalten, nun aber neu geführt. Der Riegel nimmt die Bauflucht
des Daches der Neuen Nationalgalerie auf und schafft dadurch einen auch auf die
Staatsbibliothek bezogenen Vor- und Eingangsbereich an der Potsdamer Straße. Diese
Einbindung des östlichen Bereichs des Kulturforums wird ausdrücklich begrüßt. Die für den
Zusammenhang des Kulturforums wichtige Ost-West-Richtung zwischen Piazzetta und
Potsdamer Straße wird durch landschaftsarchitektonische Mittel angemessen gestärkt.
Der vorgeschlagene Baukörper nimmt auch die Höhe der Neuen Nationalgalerie auf. Der
stadträumliche wie auch inhaltliche Bezug der Gebäude wird dadurch unterstrichen. Auch
die St. Matthäus-Kirche wird dadurch räumlich eingebunden, bleibt aber, vom Potsdamer
Platz kommend, weiterhin präsent. Diese Einpassung in die Maßstäblichkeit der umliegenden
Bauten bedingt allerdings die Ausbildung von zwei Untergeschossen. Der oberirdische
Teil des Museums wird als massiver Bauköper mit Einschnitten in einer transparenten
Hülle ausgebildet, ohne dass die Konstruktion bzw. Funktion der Hülle näher beschrieben
wird. Die Ausrichtung der Haupterschließung und der Untergeschoss-Grundrisse bezieht
sich auf den geplanten Übergang zur Neuen Nationalgalerie und wird – im Schnitt ablesbar
– als großzügiger Treppenraum konzipiert.
Für die Freiräume schlagen die Verfasser eine streifenartige Strukturierung in unterschiedliche
„Haine“ vor. Damit könnte eine Verortung des Kulturforums in den weitergreifenden
städtischen Kontext zwischen Tiergarten und Landwehrkanal erreicht werden. Insgesamt
zeichnet sich die Arbeit durch ihre große Selbstverständlichkeit aus.



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