Stadtmuseum Kassel

 

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Umbau und Erweiterung Stadtmuseum Kassel
Wettbewerbsbeitrag – 2. Preis

Auslober: documenta Stadt Kassel
Ort: Deutschland
Zeitraum: 2009
Bruttogeschossfläche: 3.647 qm

Die Erweiterungsflächen werden mittels Hofüberbauung und dem neuen Gebäudeabschluss geschaffen. Das bestehende Dach und Teile des dritten Obergeschosses werden zurückgebaut. Die Proportionen der zweigeschossigen Originalfassade von 1869 des Berliner Architekten Albert Scholz werden wieder hergestellt. Das darüberliegende Gebäudevolumen ist horizontal gegliedert. Die Backsteinfassade besteht aus zweilagigen Vor-, und dreilagigen Rücksprüngen mit jeglichem Verzicht auf Bauschmuck. Lediglich die großen Fensteröffnungen werden mit einer Sandsteinumfassung betont. Die Materialität des Obergeschosses folgt der Erinnerung an die originale Backsteinfassade.

In der Verlängerung des Foyers öffnen sich über der Eingangshalle treppenartige Lufträume. Sie geben den Blick frei in die höher gelegenen Ausstellungsräume. Die Blickführung betont die Offenheit und Gastlichkeit des Gebäudes, welches für Besucher den Anreiz bildet, das Stadtmuseum zu erkunden. Die Einganshalle lebt von der Durchlässigkeit zu dieser der alltäglichen Erfahrung entrückten Raumkonfiguration.

Im ersten Obergeschoss beginnt der Museumsrundgang. Die Räume ordnen sich rund um einen zentralen dreieckigen Raum, wobei die einfache rhythmische Abfolge der in sich ruhenden Räume kurze aber auch lange, systematische Parcoursmöglichkeiten gestattet. Innerhalb dieses Parcours sind in loser Abfolge zweigeschossig hohe Räume eingefügt, zum Teil mit Blickbeziehungen in darüber- und darunterliegende Geschosse.

Die dienende und zurückhaltende Gestaltung der Räume soll sammlungsbezogen eine zeitgemäße Interpretation der klassischen Galerie variieren: Hochwertiges klassisches Parkett, fugenlose Decken, weitestgehend nicht sichtbare Haustechnikausstattung, helle Wandhintergründe aus Gipsputz, oder auch hellgraue textile Wandbespannungen.



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